Hans Söllner

Deutschland

Samstag, 29. Juni, 16.40 Uhr, Schlossparkbühne

Hans Söllner ist ein deutscher Liedermacher, Sänger und Gitarrist. Vor allem aber ist er einer der streitbarsten, deutlichsten und eigenwilligsten Liedermacher, die wir haben. Für viele ist er die richtige Stimme zur richtigen Zeit. Egal, ob er gegen Rassismus ansingt oder sich für die Legaslisierung von Marihuana einsetzt.

„Du Scheiß Rassist, schau dass die schleichst, des is mei Heimat und ned dei Reich.“

Geboren am 24. Dezember 1955 in Bad Reichenhall. Abgeschlossene Lehre als Koch und Automechaniker. Stand 1979 das erste Mal auf einer Bühne und ist seitdem als Songwriter und Musiker unterwegs. Söllner, der Liedermacher und bayerische Rebell: Vom Arbeiterkind zum Staatsfeind und Kämpfer für Gerechtigkeit, vom Kochlehrling und Automechaniker zum überzeugten Verfechter der Freigabe von Marihuana und letztlich zur Stimme Bayerns.

„Wir haben keinen Besseren als diesen kiffenden, fluchenden, Staat, Kirche und Religion und den gehobenen Geschmack beleidigenden und dann auch noch das Hochdeutsche weiträumig umfahrenden Rastafari. Habe die Ehre Herr Söllner.“ Das schreiben andere über ihn.

Er selbst schreibt:

„Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wurde ich nach Füssen geschickt, um dort zu lernen, wie ich mich im Kriegsfall für mein Land aufzuopfern habe. Jedoch nach drei Monaten Grundausbildung entschloss ich mich, lieber den Behinderten den Arsch zu wischen, als den Blöden in denselbigen zu kriechen. Nach 16 Monaten Zivildienst in Weilheim (damals Strauß-Hochburg) zog ich nach München, um dort zwei Jahre arbeitslos zu sein und in dieser Zeit mein erstes Lied zu schreiben: ‚Endlich eine Arbeit'“

Worte eines bayerischen Rebellen

Nach diesen zwei Jahren Arbeitslosigkeit begann er in München eine Lehre als KFZ-Mechaniker, welche er ebenfalls abschloss. In diesen drei Jahren Lehre schrieb er die Titel für seine erste LP: Und damit begann seine Karriere als „Sau von Berchtesgaden: Nachdem ich Jahre damit verbrachte, auf einer geschenkten Gitarre vier Griffe zu erlernen, begann ich genauso mittelmäßig zu mittelmäßigen Gitarrenspiel zu singen – und hatte 1979 meinen ersten Auftritt in der damaligen Münchner Kleinkunstbühne Robinson.

Bei meinem Jahresabkommen kann ich es mir nach Abzug von Kost und Logis für mich und meine Kinder (mittlerweile sind’s zwei, ein drittes ist in Arbeit) leisten, dass mir ein Gauweiler und ein Strauß (hoffentlich gibt’s keine Wiedergeburt) am Arsch vorbeigehen.

Da ich mittlerweile auch davon überzeugt bin, dass jeder Mensch den Weg gehen muss, den sein Rhythmus bestimmt, werde ich meinen Weg, auch wenn er durch Gerichtssäle und Ausnüchterungszellen führt, bis zum Ende gehen.

Und so wie es bis jetzt aussieht, wird es ein langer Weg.

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