27.06.2022 von Catharin Reinmuth

So war der zweite Tag Festivaltag mit 2500 Besuchern

Rund 2500 Besucher haben am zweiten Festivaltag gemeinsam im Schlosspark gefeiert. Die musikalische Bandbreite am Freitag war groß – von Folkrock, über Hardrock-Giganten bishin zur finnischen Rockparty.

Etwas ruhiger aber dafür sehr emotional ging auf der Kornspeicherbühne zu. Die Schweizer Indie-Folk Band Black Sea Dahu um die Sängerin Cathrein mit ihren Geschwistern Vera und Simon ( er war bei dem Auftritt in Bonfeld nicht dabei.) berührte die Zuschauer von Anfang an. Cathreins warme und dunkle Stimme schaffte eine Atmosphäre zwischen warmem Sonnenlicht, melancholischen Schatten und einem beruhigenden Gefühl.

Mighty Oaks und ein Bonfelder Gastgeber

Nicht weniger gefühlvoll war der Auftritt der Berliner Folk-Rock Band Mighty Oaks. Sänger Ian Hooper erlebte so einiges auf dem Festival. Auf der Bühne erzählte er, dass er am Mittag vor dem Auftritt rund um Bonfeld Joggen war. Zurück auf dem Festivalgelände sei er auf der Suche nach einer Dusche gewesen. Fündig wurde er im Garten eines angrenzenden Grundstücks. Hooper erzählte, er fragte den Besitzer ob er den Gartenschlauch kurz benutzen dürfe.

Na klar, sagte der Bonfelder, und weil er besonders gastfreundlich sein wollte, bot er dem Sänger ein Bier an. Der Sänger erzählte dem Publikum, er sei den ganzen Nachmittag da gewesen und hätte getrunken. Und plötzlich fragte ihn der Bonfelder, wie es denn sei mit so einem großen Nightliner zu fahren. Ian musste schmunzeln und klärte schnell auf, dass er nicht der Busfahrer sei, sondern der Sänger der Band.

Lautes Gelächter im Publikum – und eine Geschichte, die sich die Bonfelder bestimmt lange erzählen werden. So was passiert eben nur in Bonfeld auf dem blacksheep Festival.

7. blacksheep Festival bleibt von Unwettern verschont

Der Nachmittag war nass. Zwei Stunden lang regnete es auf dem Gelände. Ein Gewitter blieb glücklicherweise aus. Schnell wurden Ponchos verteilt und die Party konnte weiter gehen. Der ausgelassenen Stimmung machte das nichts: Die Besucher tanzten zum rockigen Sound der finnischen Band Steve’n’Seagulls vor der Schlossparkbühne. Die fünf Finnen zeigten eine Rockshow, wie sie es können. Stilecht in Latzhosen, Feinripp, Bärenmütze und Filzhut.

Aber auch auf der Dorfbühne gab es musikalische Leckerbissen. Das Duo Jack and the Weatherman aus den Niederlanden präsentierten ihre sonnenverwöhnten, volkstümlichen Popsongs. Die beiden Freunde kombinieren Elemente von Pop, Folk und Reggae mit positiven und tiefgründigen Texten – Musik für Herz und Kopf. Vor der Bühne eine große Party. Auch die Sängerin Toby Beard aus Westaustralien berührte viele mit ihrer Live-Performance und ihrem dynamischen Gesang.

Höhepunkt für viele der Besucher die britische Hardrockband Uriah Heep. Bis kurz nach Mitternacht rockte die Band auf der Schlossparkbühne. Die Stimmung vor der Bühne grandios. Vorallem die Klassiker der Rockgiganten wie „Lady in Black“ oder „Gypsy“ kamen bestens an. Die Band die ihr 50. Bühnenjubiläum von 2020 gerade nachholt zeigte ihre ganze Power. Die Jungs von Uriah Heep sind Vollblutmusiker durch und durch.

Auch der Freitag ging viel zu schnell vorbei. Am Ende waren da viele glückliche Gesichter und die Vorfreude auf den nächsten Festivaltag.

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