Wintershome

Schweiz

Ganz jung und neu bei der Kulturinitiative blacksheep ist die Gruppe Wintershome aus der Schweiz. In ihrer Heimat hat sie sich bereits eine starke Fangemeinde erspielt.  Wintershome sind im Winter in ihrem Element. Die weiße Saison ist ihr Ozean. Der eisige Wind auf der Haut, den Blick auf den freien Himmel gerichtet – das ist ihre Welt.

Für Wintershome ist der Winter mehr als nur eine Jahreszeit. Er ist ihre Inspiration. Er spendet ihnen Kraft. Das Strahlen in ihren Augen, wenn sie von ihrer Heimat Zermatt sprechen, etwa vom Gornergletscher, lässt daran keinen Zweifel.

So ziert der Gletscher auch ganz selbstverständlich ihr neues Album. Er steht für die Liebe und Magie, die für die Musiker mit dem Schreiben und Texten ihrer Songs verbunden sind. Ein Gletscher: Das ist etwas, das ständig in Bewegung ist, etwas Lebendiges. Und etwas, das eine eigene Geschichte erzählt, etwas nimmt, aber auch immer wieder etwas zurückgibt, auch nach langer Zeit, wenn man mit dem Kopf schon ganz woanders ist. Der Gletscher ist für Wintershome ein Symbol für die Natur und ihre wilde Schönheit, eine wichtige Quelle der Inspiration. Er verkörpert die Unbezähmbarkeit der Zeit und das Wechselspiel der Seele zwischen Freud und Leid.

Musik, die auf Freundschaft aufgebaut ist

Die Band hat sechs Mitglieder: Neben den Geschwistern Maria, Pirmin und Elia sind da noch Romaine und ihr Bruder Joel sowie Rebecca, ebenfalls von Kindesbeinen an mit den anderen befreundet. Wintershome ist mehr als eine einfache Band oder eine Gruppe junger Menschen zwischen 23 und 27 Jahren. Die Bande zwischen den Mitgliedern greifen tiefer. Ihre Musik entspricht einem elementaren Bedürfnis, das sie zusammenbringt. Hierfür haben sie sich extra ein kleines Häuschen gesucht, in dem sie nach Lust und Laune an ihren Songs arbeiten und proben können. Das kleine Studio ist ihre Höhle, ihr Bau, die Essenz von Wintershome. Wintershome, das ist ein Haus, zu dem jeder einen Teil seiner Natur beisteuert und ihm dadurch seine bunten Farben gibt. In diesem familiären Miteinander wird gemeinsam an Songs gebastelt, die Traurigkeit, Gewalt, Schönheit und Hoffnung vereinen. Und nach jedem Auftritt nimmt das Publikum musikalische Fünkchen dieser pulsierenden, freien Natürlichkeit mit nach Hause, um sich im Alltag daran zu wärmen.

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Nur selten verirrt sich ein Act aus der kleinen Schweizer Alpenrepublik in die große, weite Welt. Mit Wintershome tritt eine Band an, die fraglos das Zeug zur internationalen Karriere hat. Ihr halbakustischer, handgemachter Folkpop, die erste Singleauskopplung „Up To You“ und die anderen Songs des Debütalbums „Around You I Found You“ orientieren sich musikalisch unter anderem am US-amerikanischen Westcoast-Sound der 70er Jahre. Insbesondere die herrlich leicht und traumwandlerisch sicher intonierten, harmonischen  Satzgesänge der drei Frauen- und drei Männerstimmen erinnern an die kalifornischen Bands in der Ära des „Summer of Love“. Bei den Wallisern bekommt das Ganze aber einen ganz eigenen Dreh, weniger psychedelisch, eher am zeitgemäßen Pop einer Zaz oder einer Band wie Mumford & Sons orientiert.

Im September 2017 zog sich das Sextett einen Monat lang ins renommierte Bear Creek Studio (Eric Clapton, Foo Fighters) im US-Bundesstaat Washington zurück. Dort, in einer zum Studio umgebauten Holzscheune aus dem 19. Jahrhundert, in einem malerischen Waldgebiet nördlich von Seattle gelegen, fühlten sich die Schweizer Naturkinder rundum wohl.

„Around You I found You“

Die Umgebung trug zum Gelingen von „Around You I found You“ sicher genauso bei wie die große Erfahrung von Produzent Ryan Hadlock. Der Grammy-Gewinner, der bereits The Lumineers, Vance Joy und Brandi Carlile im Aufnahmeraum betreute, erkannte auf Anhieb das Potenzial von Wintershome. „Ich habe die Verantwortung, die Stärken eines tollen Songs einzufangen“, umschreibt er seine Aufgabe beim Produktionsprozess. Gemäß dieser Klangphilosophie, mit den technologischen Studiomitteln unserer Tage stets den Wesenskern eines Songs herauszuarbeiten, hat er sich im Fall von Wintershome auf deren eingängige Melodien und Satzgesänge konzentriert und dabei Qualitäten freigelegt, die internationale Vergleiche nicht zu scheuen brauchen.

  • Band
  • Rebecca Graven – Schlagzeug, Cajón, Gitarre
  • Joel Müller – Akustikgitarre, Leadstimme
  • Romaine Müller – Akustikgitarre, Leadstimme
  • Pirmin Zurbriggen – Klavier
  • Elia Zurbriggen – Bass-Gitarre
  • Maria Zurbriggen – Leadstimme

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