Steve’n’Seagulls

Finnland

Steve’n’Seagulls, die Publikumslieblinge des 4. blacksheep Festivals 2017, ist zurück: Noch cooler, noch stürmischer und noch charmanter als damals!

Im gegenwärtigen Wandel der Musikbranche sind die neuen Könige die YouTube-Vlogger und Cover-Künstler, die die klassischen Tracks der Vergangenheit spielen. Finnlands Lieblingshinterland-Band Steve’n’Seagulls haben ungewollt herausgefunden, wie man beides sein kann.

Kurz: Steve’n’Seagulls ist eine finnische Band, die Bluegrass-Versionen klassischer Rock-Tracks mit einem erstaunlichen Arsenal an akustischen Instrumenten spielt, das fast das gesamte Alphabet abdeckt, angefangen von Akkordeon, Banjo, Cajon, Kontrabass bis hin zu Amboss und Hammer. In Overalls und Biberhüten sehen die Musiker ein bisschen aus wie absurde Stereotypen eines durchschnittlichen Mondscheines, der an amerikanischen Mais gefütterte Rednecks früherer Tage kaut. Nachdem sie ursprünglich ihre urkomische, aber hektisch gespielte Version von AC/DCs wegweisendem „Thunderstruck“ auf YouTube hochgeladen hatten, befanden sie sich wegen Millionen und Abermillionen Zuschauern erstmal im Schockzustand.

Die ausgelassenen Rednecks begannen zu glauben, dass hier tatsächlich etwas sein könnte.

Nach ein paar weiteren Videos drehte sich das Rad weiter – komplett außerhalb der Kontrolle der Band. Doch anstatt nur eine vorhersehbare winzige Nische zu besetzen, haben Steve’n’Seagulls einen Plattenvertrag mit Spinefarm Records abgeschlossen. Welch ein kluger Schachzug!

Nach ihrem Debüt bei Farm Machine (2015) spielte die Band 175 Shows, tourte durch 20 Länder und ein Dutzend US-Bundesstaaten, ließ das Publikum bei den größten Rockfestivals der Welt wie dem Wacken Open Air, Summer Breeze, Rencontres Trans Musicales, Qstock oder Nummirock nach ihrer Pfeife tanzen. Nur 16 Monate vom Debüt entfernt, ließ Steve’n’Seagulls das grundlagenerschütternde zweite Album „Brothers in Farms“ fallen. Das Album mit seinen 13 Titeln war eine Offenbarung.

Es enthielt nicht nur den ersten originalen Song von Steve’n’Seagulls, sondern eroberte im Januar 2016 auch den ersten Platz in der BillBoard Bluegrass-Album-Chart. Es war das erste Mal, dass überhaupt eine finnische Band auf Platz 1 landete, und zwar in jeglichen BillBoard-Album-Charts! Und es war das kichernde Ereignis einer Band aus einem Land, von dem der durchschnittliche amerikanische Redneck noch nie gehört hat.

Nach dem dritten Album kann die Anzahl der Länder, in denen die Möwen die Scheunen bei Schließung niedergebrannt haben, fast nicht mehr gezählt werden. Und es kommt noch mehr!

Bei ihrem dritten Album „Grainsville“ wird die musikalische Entwicklung der Möwen noch risikoreicher. Das Album ist mit drei Originalen ausgestattet, und auch die neuen Song-Arrangements weisen einige frische, unerwartete Wendungen auf. Anstatt einfach nur Spaß zu haben und sich ununterbrochen zu amüsieren, sind die Songs mit kurvenreichen Einflüssen aus der Weltmusik ausgestattet wie Mariachi-Hörnern, trampelnden Balkanit-Beats und etwas schrillem Geigen.

Das Album enthält sogar eine eindringliche Version des wohl berüchtigsten Disco-Beute-Rufs aller Zeiten: So, wie es ein besessener Stalker singen könnte. Mit einem weiteren wegweisenden Album ist es Zeit für die Gulls, erneut auf Tour zu gehen, bis die Räder vom Wagen fallen!

Die Band

Pukki: Kontrabass, Gesang
Hiltunen: Akkordeon, Mandoline, Keyboards
Herman: Banjo, Gitarre, Gesang
Remmel: Gesang, Akustische Gitarre, Mandoline
Puikkonen: Schlagzeug, Percussion, Gesang


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