Samstag, 24. Juni – AUSVERKAUFT

GEÄNDERTE EINLASSZEIT: 14 Uhr, Programmbeginn: 15.35 Uhr

Neun nationale und internationale Acts: DOTE, Sieger des 4. blacksheep Bandcontests um den FÖRCH Nachwuchsförderpreis, Damian Lynn, Hunter & The Bear, Jersey Julie, The Brandos, Nazareth, Micky & The Motorcars, The Common Linnets, Saga. Herkunft: Schweiz, Großbritannien, USA und Niederlande. Motto: Das Motto „Talents meet Legends“ zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Festivals. Mit Damian Lynn kommt zum Beispiel ein ganz junger, herausragender Sänger zu uns, der in der Schweiz eine riesige Fangemeinde hat. Nazareth hingegen ist weltberühmt und der Wegbereiter vieler erfolgreicher Bands wie Big Country oder Simple Minds, die ihre Karriere nicht in London, sondern in Schottland starteten. Stil: Pop, Rock, Folkrock, Blues, Fusion. Besonderheit: Das Festivalticket gilt auf der Stadtbahnroute Heilbronn-Neckarsulm-Bad Friedrichshall-Bad Wimpfen-Bad Rappenau auch als Fahrschein. Vom Bad Rappenauer Bahnhof fährt regelmäßig ein kostenloser Hofmann-Bus zum Festivalgelände. Der kann selbstverständlich auch von Fußgängern und Stadtbahngäste aus Sinsheim-Grombach-Babstadt genutzt werden. Zeiten Bus-Shuttle ab Bahnhof Bad Rappenau: 14.40 Uhr, 15.35 Uhr, 16.40 Uhr, 17.35 Uhr, 18.40 Uhr.

Tickets: 49 Euro, VIP-Ticket 120 Euro. Onlineshop oder Tickets to Print

DOTE (Deutschland)

Samstag, 24. Juni, 15.35 Uhr, Kornspeicherbühne

Dote hat das Rennen um den 4. FÖRCH Nachwuchsförderpreis gemacht. Ausgetragen wurde der am 22. April beim blacksheep Bandcontest. Die Mannheimer Band eröffnet nun also den Festivalsamstag.

„To dote“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „schwärmen“. Wofür DOTE schwärmen, ist ziemlich eindeutig: Für tanzbare, ein bisschen verträumte Gitarrenmusik. Oder kurz: DOTE lieben Indie. Euch erwarten klassische, sphärische Riffs und eingängige Melodien, kombiniert mit schick-schrägen Synthesizern. Zusammen mit der dunklen Stimme von Jonah und der hellen Stimme von Lukas ergibt das den Sound von DOTE. Ein Sound, der klar macht, dass Indie weiterlebt.

Die Band

  • Jonah Lemm – Vocals, Gitarre, Synth
  • Lukas Hüskens – Vocals, Drums, Percussion
  • Moritz Arendt – Gitarre, Synth, Rhodes
  • Niclas Beba – Bass

Web: Dote auf Facebook

Damian Lynn (Schweiz)

Samstag, 24. Juni, 15.35 Uhr, Innenhofbühne

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Eigentlich ist es höchste Zeit, dass die Musik dieses jungen Mannes einem noch größeren Publikum bekannt wird. Gestatten: Damian Lynn, Singer-Songwriter aus Luzern (Foto by Simone Vogel / 379photography). Man könnte Damian zwar als Newcomer bezeichnen. Er ist aber schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Über 200 Shows hat er alleine 2015 und 2016 gespielt und sich so Schritt für Schritt die Aufmerksamkeit erspielt, die die Musik dieses jungen Künstlers verdient.

„Will it stop if I count to ten?“, singt Damian Lynn im Titelsong seines ersten Albums. Damit meint er wohl kaum das Gefühl, das er hatte, als sein Debütalbum im Sommer 2015 auf Platz 12 der Album-Charts einstieg. Das 13 Songs starke Werk enthält das, was gute Popmusik heute ausmacht: ergreifende und kluge Pop-Melodien sowie packende, urbane Rhythmen, welche abwechselnd mit Folk-, Soul- und Rock-Elementen angereichert sind. Trotz ausgeklügelter Produktion gelingt es Damian Lynn, gerade diesen Songs die Live-Energie zu verleihen, die er auf seinen Konzerten durch die Performance mit seiner Loop-Station erschafft.

Live spielen, live spielen, live spielen (oder „slow but steady wins the race“). Die Liebe zur Musik und das Talent von Damian Lynn zeigten sich schon als kleiner Junge – mit gerade mal neun Jahren, als er an einem Abschlusskonzert erstmals als Solist vor einem größeren Publikum stand und dieses mit Songs von The Bangles und Mike & The Mechanics begeisterte.

Nach Erfahrungen in verschiedenen Bands, nahm er seine Karriere selbst in die Hand. Damian Lynn begann seine eigenen Songs zu schreiben und einzusingen, stellte Clips von Live-Performances auf You Tube und ergatterte sich so erste Auftritte. Seine Fangemeinde hat sich der junge Luzerner auf seinen Konzerten Schritt für Schritt erspielt und sich so in der Szene langsam aber sicher einen Namen gemacht. Diese Ausdauer wurde dieses Jahr unter anderem mit einem Swiss Music Award als „Best Talent“ belohnt. Neben vielen Einladungen von Schweizer Musikgrößen (Bligg, Büne Huber, Pegasus) auf deren Tourneen, machte er als Support von Stefanie Heinzmann ein weiteren wichtigen Schritt: Erstmals war Damian Lynn auch in Deutschland zu sehen. Die CD-Verkäufe bei den Shows als Support von Stefanie Heinzmann belegen: Damian Lynn gewinnt auch in Deutschland viele neue Fans dank seinen Live-Auftritten. 600 Alben hat er alleine an den 13 Daten quer durch Deutschland abgesetzt. Und dies wohlgemerkt in einer Zeit, in der die CD nicht mehr der Tonträger der ersten Stunde ist.

Seine neue Single ist auf dem Markt. „When we do it“.

Die Band

  • Damian Lynn – Gesang, Gitarre
  • Marcel Munz – Schlagzeug

Website: www.damianlynn.com

Hunter & The Bear (Großbritannien)

Samstag, 24. Juni, 16.40 Uhr, Schlossparkbühne

Hunter & The Bear (2)

Als Hunter & The Bear 2015 zum ersten Mal beim blacksheep Festival in Bonfeld spielten, eroberten sie sofort die Herzen des Publikums. Die Heilbronner Stimme schrieb über die vier sympathischen Jungs damals: „Die britischen Hoffnungsträger Hunter & The Bear sind erstmals in Deutschland und etwas nervös, doch es läuft rund auf der Schlossparkbühne, wo das Quartett mit „Like A Runaway“ einen starken Abschluss findet.“ Zwischenzeitlich ist die Band gereift.

Auf den ersten Blick werden Hunter & The Bear mit aktuellen Folkrock-Bands vergleichen. Doch Kritiker haben immer wieder klar gemacht, dass dieses Quartett das gewisse Etwas hat. Als Studenten in Newcastle haben Will Irvine und Jimmy Hunter die ersten eigenen Songs geschrieben, inspiriert von Gruppen wie The Band, Dire Straits oder Bruce Springsteen. Nach dem Studium 2012 gingen die beiden dann nach London, um ihren Powerfolk unters Volk zu bringen.

Gareth Thompson am Schlagzeug und Chris Clark am Bass kamen dazu: Eine Band, die man nicht missen möchte, war geboren.

Für ihr Debut „Dusty Road“ wurden sie mit Lob überhäuft. Kurz darauf veröffentlichten sie ihre neue EP mit der Single-Auskopplung „Pick me up“. 2014 standen Hunter & The Bear dann tatsächlich mit Bruce Springsteen auf der Bühne. Zu uns kommen sie im Sommer mit neuen Liedern. Etwa der Single „Won’t you ever come home“.

Die Band

  • Will ­Irvine – Gesang, Gitarre
  • Jimmy Hunter – Gitarre, Gesang
  • Gareth Thompson –  Schlagzeug, Gesang
  • Chris Clark –  Bass, Gesang

Website: www.hunterandthebear.co.uk

Jersey Julie (USA)

Samstag, 24. Juni, 18.05 Uhr, Innenhofbühne

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Jersey Julie aus New Jersey ist ein Energiebündel, das mit seinem Gesang und dem Alto-Sax die Herzen der Zuhörer in jeder Vorstellung erobert. Die Band, mit der sie unterwegs ist, gibt es seit 2011. Während der zurückliegenden zwölf Jahre trat Julie in den USA und Europa auf Festivals auf: dem Chicago Blues Festival, Freedom Creek Festival in Alabama, Blues To Bop Festival in Lugano (CH). . . . Mit ihrer Duo-Band The Vagabonds spielte sie als Special Guest mit Weltklasse-Musikern. Fünf Jahre lang war sie Mitglied der Gruppe Mudcat (von Atlanta Georgia).

Bereits im jungen Alter von fünf Jahren stieg Jersey Julie zum ersten Mal auf die Bühne. Drei Jahre später begann sie Saxophon zu spielen. Einen Großteil ihrer künstlerischen Einflüsse erhielt sie von ihrer Familie, deren Wurzeln vom Norden bis in den Süden der USA reichen. Sie wuchs mit den Klängen von Jazz und Blues, Country, Bluegrass, Folk und Gospel auf. In Chicago kam sie mit den besten Blues-, Country- und Bluegrass-Musiker zusammen. Doch noch mehr über Country, Blues, Jazz und das Leben  brachten ihr Blues-Größen der Südstaaten bei: Cootie Stark, Cora Mae Bryant, John Fergusson, Drink Small, Beverly Watkins, Eddie Tigner oder Mudcat. Als Gastmusikerin hat Jersey Julie in den USA die Bühne mit Dutzenden von großartigen international bekannten Musikern geteilt wie Tinsley Ellis, Sean Castello U, Bill Perry, Lucky Peterson, Walter Wolfman Washington, Bob Stroger, Sandra Hall, Derek Trucks, Robert Randolph, Cyril Neville. In Europa spielte sie mit Jeff Zima, Mike Lattrel, Mike Greene und Adolphus Bell.

2011 zog Jersey Julie nach Frankreich, wo sie Olivier Mas heiratete und die Jersey Julie Band gründete. Die ist ein vor Energie strotzendes, originelles Trio, eine echte feel good band. Jersey Julie spielt einen knurrend bis süß klingenden Sax und singt mit ihrer einmaligen, oft umschwärmten Stimme in kraftvollen, klaren Tönen die Lead Vocals und Harmonien.

Als Bandleader teilt sie all ihre Liebe und Energie mit dem Publikum, während sie tanzend und klopfend auf ihrer kleinen abgewetzten Tanzbrett-Konstruktion den Rhythmus untermalt. Auf der Gitarre groovt mit der Kraft solider Rhythmen und wundervoller rockiger Solos Olivier Mas. Julies Gesang ergänzend singt auch er, mit bluesig-beseelter Stimme, Lead-Vocals und Harmonien. Früher trat Olivier als Schlagzeuger, Banjo-Spieler und Lead Sänger in diversen Bands auf, bevor er der Lead Gitarrist im Trio mit Jersey Julie und Stéphane Blanc wurde. Nach Jahren auf Welttourneen mit bekannten Musikgrößen und Labels ist Stéphane mit seinem Kontrabass nun ein Musik-Virtuose mit eigenem Stil, der sich in der Band fortlaufend entfaltet. Sein Groove und vibrierender Slap reißt das Publikum von den Sitzen.

Jedes Konzert von Jersey Julie und ihren Freunden ist ein Fluss von musikalischer Freiheit und Energie. Die Band kreist um American Roots Music, Blues, Gospel, Bluegrass, Country, Folk und Funk.

„Goosebumps“, das erste Album der Band, erschien im Mai 2012.

Die Band

  • Jersey Julie – Saxophon, Gesang
  • Olivier Mas – Gitarre
  • Stéphane Blanc – Kontrabass

Website: www.jerseyjulie.com

The Brandos (USA)

Samstag, 24. Juni, 18.10 Uhr, Kornspeicherbühne

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Keine andere Blue Rose-Band gönnt sich solch lange Pausen! Nach vielen Monaten der Gerüchte bis hin zu konkreten Informationen von Mastermind Dave Kincaid höchstpersönlich, dass er kurz vor der Fertigstellung eines komplett neuen Brandos-Albums steht, ist es tatsächlich wahr geworden, gehen die Wünsche all der treuen Fans endlich in Erfüllung. THE BRANDOS sind zurück mit einem neuen Studiowerk nach 10 ½ Jahren! Los Brandos heißt das lang ersehnte Teil und es erscheint gerade rechtzeitig zur aktuellen Tour in unseren Gefilden. Lediglich ein paar Sekunden und das Aufflammen der ersten Riffs reichen für den ultimativen Wiedererkennungswert. Ja, es handelt sich bei Los Brandos wirklich um das nächste großartige Comeback der Band aus New York, die solche Begriffe wie „street credibility“, „old school Rock’n Roll“ und „handmade electric Guitar Rock“ so stark verinnerlicht hat wie kaum eine zweite!

Seit ihrem Debütalbum Honor Among Thieves von 1987 begeistern die Brandos aus New York City mit ihrem schnörkellosen Rock’n Roll, in dem knackharte Gitarren und eine fulminante Reibeisenstimme dominieren und eine stilsichere Mixtur aus Creedence Clearwater Revival, 60er Jahre-Garagenethos, American Roots Rock sowie einer gehörigen Portion Irish Folk Rock und… – nicht ganz neu, aber aktuell immer mehr! – Latino/Border Rock auf eigentlich sehr schlichte, aber höchst treffliche Weise ineinander fließen. Dave Kincaid ist sowohl kreativer Kopf, Handwerksmeister und überhaupt Brandos-Urgestein, seine Mitstreiter wechseln über die Jahre, einige kommen aber immer mal wieder zurück, sodass man durchaus von einem Pool von Brandos-Mitarbeitern reden kann. Klar, Kincaid ist unumstrittener Bandboss, Songschreiber, Gitarrist, Multiinstrumentalist, Produzent und eben genau der Typ mit dieser Wahnsinnsstimme. Er hat seit Jahren an dem Material von Los Brandos gearbeitet und 90% der vielen Gitarrenspuren, Bässe, Mandolinen, Keyboards und Percussion im Alleingang zuhause in seinem eigenen Studio in Staten Island, New York, eingespielt und aufgenommen; den bewusst analog klingenden Final Mix hat der bekannte Tonmeister Don Sternecker zu verantworten, der früher nicht nur für die Feelies, Neal Casal, Silos, Richard Barone u.v.a. tätig war, sondern auch für die meisten älteren Recordings der Brandos bis einschließlich Over The Border, ihrem letzten Album von 2006. Als Drummer fungiert durchweg Tommy Goss, der zuvor bereits auf ein paar Nummern von Nowhere Zone (98) trommelte. Auch Gitarrist Frank Giordano ist natürlich kein Unbekannter, spielte fest in der Band zwischen 1996 und 99, hat auf Los Brandos am Ende noch so manche Gitarrennote obendrauf gepackt. Beide stehen auf der aktuellen Tour an der Seite von Dave Kincaid, dann im kompakten Viererteam mit Bassist Sal Maida (früher bei Cracker, Roxy Music, Sparks, etc.).

Die nach dem berühmten Kultfilm ‚The Wild One‘ mit Marlon Brando benannte Formation aus NYC hatte nach dem erfolgreichen Start mit Honor Among Thieves schwere Zeiten zu bewältigen: Major Label-Stress, Management-Probleme, ein komplettes auf der Halde der R&R-Geschichte gelandetes Zweitwerk, personelle Veränderungen… Da war es fast ein Wunder, als die Brandos 1992 mit Gunfire At Midnight wieder auf Kurs gingen. Nachfolgende Alben im Zweijahresrhythmus wie The Light Of The Day (94), Pass The Hat (96) und Nowhere Zone (98) sowie regelmäßige Livetourneen inklusive einem Loreley-Auftritt für den Rockpalast zementierten ihren guten Ruf als kraftvolle Powerband mit dem gewissen Etwas. Allerdings konzentrierten sie sich voll auf Europa, in ihrer Heimat USA gerieten sie über die Jahre weitgehend in Vergessenheit.

2006 stießen die Brandos zum Blue Rose Label und feierten im Dezember ein begeisterndes Comeback nach über 8 Jahren mit Over The Border, einem treffsicheren Stilmix aus zumeist fetzig rockenden Dave Kincaid-Nummern, einigen originellen Coverversionen aus den 60ern, etwas Irish Folk und bereits zwei in die musikalische Bandzukunft weisenden Border Songs, dem Titeltrack gleich zum Start und dem sehr überraschenden Latino-Gassenhauer ‚Guantanamera‘ in einer akustischen Fassung zum Abschluss.

„Over the border“ heißt das Leitmotiv für Los Brandos! Die lateinamerikanische Kultur und die spanische Sprache sind wegen einer tiefgreifenden Freundschaft zu seiner mexikanischen Gastfamilie zu Dave Kincaids zweiter DNA geworden, und das reflektiert er im aktuellen Stoff wie nie zuvor! So haben genau die Hälfte der 10 Songs spanische Texte (im Booklet dankenswerter Weise mit englischer Übersetzung), was durch Kincaids markante Röhre gefiltert zunächst etwas gewöhnungsbedürftig klingt. Um aber von Anfang an gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, starten die Brandos gleich mit zwei satten Rockkrachern! ‚Señor Coyote‘ greift das Titelthema des Vorgängeralbums auf, es ist die Story eines menschenverachtenden Schleusers, der für viel Geld Mexikaner unter unwürdigsten Bedingungen in die USA bringt. „A demon of hell or the angel of my salvation?“ ist hier die Kernfrage aus der Sicht des Flüchtlings. ‚Querer A Los Niños‘ ist all den Kindern der Welt gewidmet, die großes Seelenleid und körperlicher Gewalt in der Familie erleiden müssen. Mit ‚Suffer In Silence‘ folgt die erste von insgesamt nur 5 in Englisch gesungenen Nummern: eine breit angelegte, sämige Gitarrenrock-Hymne, ein instant Hit wie gemacht für Radio und Festival! Die wohl strukturierte Acoustic/Electric-Ballade ‚Woodstock Guitar‘ bietet eine in kluge Lyrics verpackte Storyline vom legendären Festival im August 1969 über Van Morrison, Bob Dylan und The Band bis zur regen Szene heute und feine Laut/Leise-Passagen vom Acoustic-Intro über wohl strukturierte Langsamteile bis zu zündenden Gitarrensalven über polternden Drums. Stark! Seite 1 (für alle Vinylfreunde) endet im starken Kontrast dazu mit ‚Jacinto Chiclana‘, einem sehr melodischen, herb-romantischen Liebeslied aus der Feder des weltberühmten argentinischen Tango-Erneuerers Astor Piazzolla. Hier singt die mit einer wunderschönen Stimme gesegnete Marta Gomez im Duett mit Kincaid über schwelgenden Keyboardsflächen und spanischen Gitarren.
Mit dem gleißenden, vor sich hin dräuenden Gitarrenrock von ‚Maligna Presencia‘ wird dann wieder elektrische Fahrt aufgenommen – nichts weniger als very classic Brandos, halt nur auf Spanisch. Aber, ganz ehrlich, da hat man sich mittlerweile total dran gewöhnt – es klingt sogar richtig gut! Durch dieses Stück weht auch der Geist von Tito & Tarantula, es wäre der ideale Soundtrack für einen neuen fiktiven Quentin Tarantino-Streifen! ‚What Kind Of World‘ bietet sparsamen Acoustic Folk mit melancholischer Note, von Dave Kincaid solo interpretiert. Auch ‚Bella Encantadora‘ ist ein eher getragener, melodischer Song, aber dafür ausgestattet mit einigen übereinander gelagerten elektrischen und akustischen Gitarren, markanter Hookline und erlesenem Solo Marke „Rockhymne“!

Der lärmende Gitarrenrocker ‚These Troubled Times‘ ist wohl die neue Nummer, die beliebten Brandos-Klassikern wie ‚Gunfire At Midnight‘ und ‚Gettysburg‘ am nächsten kommt. Kincaid zieht alle krächzenden, raspelnden Register seiner Stimmbänder und schlägt uns seine deftigen, wütenden Lyrics über den desolaten Zustand der Welt direkt ins Gesicht. Aber immerhin: „these troubled times won’t bring us down, won’t make us blind.“ Nach so viel düsterer Stimmung endet Los Brandos mit einem zünftigen Good Time-Kehraus: eine gelungene Fassung des Latino-Hits ‚A Todo Dar‘ von 1955 (Pedro Infante, komponiert von Ignacio Jaime) als unerbittlicher Garage Punk-Stomper im entfesselten Highspeed-Modus!

Zur Besetzung der 2017-Brandos-„Ausgabe“ schreibt Dave Kincaid:

The lineup of the band for the upcoming tour: myself of course, up to my usual antics, Tommy Goss (Thomas Goss) on drums/vocs, Frank Giordano on guitar/vocs, and Sal Maida on bass/vocs. As some of you know, Tommy played all the drums on this new album, and did a tour with us all the way back in ’97, and played on a couple of tracks back then, „Hallowed Ground“ and „Lodi.“ We’re very happy to welcome Frank back into the band, and I believe he’s already well known to most of you, as he did many tours with us as well as playing on the „Pass the Hat“ album and various subsequent tracks. Sal is one of the best bass players in the New York area, with an impressive and long list of people he’s played with: Roxy Music, Sparks, Cracker and a host of others. For my part, this is a killer lineup, and I’m very much looking forward to getting out there and rocking‘ it with these guys.“

The Band

  • Dave Kincaid  – Gesang, Gitarre
  • Thomas Goss – Schlagzeug, Percussion
  • Frank Giordano – Gitarre, Gesang
  • Sal Maida – Bass, Gesang

Website:  www.nowherezone.de und www.bluerose-records.com

Nazareth (Schottland)

Samstag, 24. Juni, 19.45 Uhr, Schlossparkbühne

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Nazareth (Foto: Marc Marnie) ist ohne Zweifel die größte Rockband, die Schottland je hervorgebracht hat. Die Musiker haben den schottischen Rock in die Welt hinausgetragen und großen Bands wie Big Country oder Simple Minds den Weg bereitet. Die Mitglieder von Pete Agnew’s Band nannten sich 1968 noch  The Shadettes, 1970 änderten sie ihren Namen in Nazareth, tourten in den frühen Siebziger Jahren mit Deep Purple und trafen Roger Glover, der 1973 ihr erstes erfolgreiches Album produzierte: „Razamanaz“ enthielt die Hits „Broken down Angel“ and „Bad bad Boy“. Im gleichen Jahre folgte „Loud’n’Proud“. Die Auskopplung „This Flight tonight“ kam in den deutschen Charts auf Platz 1 und war auch in Kanada ein großer Erfolg. Dort tourte Nazareth als erste ausländische Band von Küste zu Küste, ohne zugleich durch die USA zu touren. Nie zuvor war eine Tour schneller ausverkauft. Nicht einmal Tickets für Elvis Presley waren schneller über den Tresen gegangen.

Bei einer lange Tour mit über 50 Shows in neun Länder durch Europa und Skandinavien präsentierte Nazareth ihr Album „Rampant“. Kurz darauf erschien die Single „My white Bicycle“, die ein weiterer Chart-Erfolg in Großbritannien und in Deutschland wurde. Sie ritten nun auf einer Welle der Bekanntheit, doch noch immer hatten sie keinen Nummer-1-Hit in den USA. Doch wie sich schnell herausstellte, war dieser Hit nur ein Wimpernschlag entfernt: „Hair of the Dog“ wurde zu einer Art Grundnahrungsmittel von Radiostationen auf der ganzen Welt.

Viele Bands haben später betont, wie sehr sie dieses Lied beeinflusst hat. Tatsächlich findet sich der Song auf dem Guns’n’Roses-Album Spaghetti Incident, mit dem sich die Musiker als bekennende Naz-Fans outeten. Die amerikanische Version des Albums enthielt das schöne „Love Hurts“, das den Standard für Rock-Balladen gesetzt hat. Das Lied wurde ein weltweiter Hit, erreichte die Nummer 1 in sechs Ländern und blieb auf 60 Wochen lang an der Spitze der norwegischen Hitparade.

1982 veröffentlichte die Band „Dream on“, eine Ballade, die in ganz Europa zur Hymne werden sollte. Von 1971 bis jetzt hat Nazareth 23 Studioalben aufgenommen, Platin-, Gold- und Silberpreise auf der ganzen Welt eingeheimst. Ihre neueste Veröffentlichung „Rock’n’Roll Telefon“ von 2014 wurde von einem Kritiker als „weiteres Meisterwerk“ beschrieben. Die Band besteht zwischenzeitlich aus Jimmy Murrison, dem längsten Naz-Gitarristen in der Bandgeschichte, Lee Agnew (Schlagzeuger seit Darrell Sweet’s Tod 1999), Gründungsmitglied Pete Agnew und dem neuen Sänger Carl Sentance, der der Band 2015 beitrat, nachdem sich Dan McCafferty wegen Krankheit zurückziehen musste. Über eine der ersten Shows mit Carl schrieb ein Kritiker: „Er trat der Band bei wie ein Mann auf einer Mission. Er beherrscht das Material und zieht die Songs an wie eine alte Lederjacke.“

Nazareth hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten buchstäblich Tausende von Konzerten weltweit gespielt, in Rock-Clubs und in Stadien. „Wenn wir Strom bekommen, spielen wir“, sagte Pete Agnew einmal. Und Strom gibt es in Bonfeld. Also spielen sie bei uns.

Die Band

  • Pete Agnew – Bass
  • Jimmy Murrison – Gitarre
  • Lee Agnew – Schlagzeug
  • Carl Sentance – Gesang

Website: www.nazarethdirect.co.uk

The Common Linnets (NL/USA)

Samstag, 24. Juni, 21.25 Uhr, Kornspeicherbühne

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Die holländisch/amerikanische Band um Sängerin Ilse DeLange hat beim European Song Contest 2014 nur knapp geschlagen den zweiten Platz belegt. Mit einem ECHO im Gepäck als bester Newcomer kommt diese aktuell sehr erfolgreiche Band zu uns: The  Common Linnets.

Grandios ausgefeiltes Songwriting. Plötzlich aufblitzende, packende Gitarrenriffs. Akustische Saiteninstrumente. Komplexe Gesangsharmonien. Der pure, ungefilterte Spaß, den es macht, gemeinsam Songs einzuspielen. Das sind nur einige der Dinge, die einem automatisch in den Sinn kommen, wenn man „II“, das neue Album von The Common Linnets, zum ersten Mal hört. Man merkt sofort, dass man es hier mit einer Band zu tun hat, die sich und ihren Sound wirklich gefunden hat: Musiker, die auf derselben Wellenlänge sind, die entdeckt haben, was für eine unbeschreibliche Energie entstehen kann, wenn man wirklich gemeinsam an einem Strang zieht – und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl vertont.

Das Resultat ist ein Sound, der dermaßen ehrlich klingt, dass man ohne Weiteres vergessen könnte, dass The Common Linnets ja noch gar nicht so lange zusammenarbeiten. Kurzum: Die Musiker haben sich weiterentwickelt seit ihren ersten Veröffentlichungen.

Ihr neues Album „II“ besteht aus einzigartigen Songs – vom kompromisslos rockigen Eröffnungssong „We don’t make the Wind blow“ bis hin zum umwerfenden Schlusspunkt des Longplayers, dem Song „Proud“.

Mit Songs wie dem geisterhaften „Runaway Man“, dem von Crowded House inspirierten „That Part“ oder auch dem imposanten „Soho Waltz“ zeigen The Comment Linnets neue Facetten ihres grandiosen Songwritings. Und hat Sängerin Ilse DeLange diese hohen, einsam wirkenden Töne jemals so gut getroffen wie auf „Days of endless Time“, bei dem ihre Stimme von einer Mandoline und einer Dobro-Gitarre eingerahmt wird? Zugleich findet sich auf „II“ mit „Hearts on fire“ auch ein astreiner Dance-Song, dessen Gegenpol womöglich die ergreifende Ballade „Dust of Oklahoma“ bildet, wobei die Steel-Guitar-Einlagen einem in diesem Fall fast schon das Herz zerreißen.

Mit den Gesangsharmonien beziehen sich The Common Linnets zwar wiederholt auf den Westküsten-Sound der Siebziger, auf Bands wie Fleetwood Mac und Crosby, Stills, Nash & Young, wobei „II“ insgesamt doch in ihren angestammten Klangkosmos fällt: Es ist ein Americana-Album, ein Alternative-Country-Album. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Aufnahmen in Nashville stattfanden, und sie dort die Gelegenheit hatten, mit gefeierten Country-Größen wie zum Beispiel Jerry Douglas und der Pedal-Steel-Legende Paul Franklin zusammenzuarbeiten. „Diese Typen zählen zu den besten Musikern der Welt“, berichtet Co-Produzent JB Meijers über die Arbeit in Nashville: „Ich bewundere Leute wie Jerry wirklich zutiefst. Im Studio ist er dermaßen locker und entspannt, dass man zuerst gar nicht merkt, was er da alles macht. Als ich mir dann abends die Aufnahmen des jeweiligen Tages noch einmal anhörte, dachte ich nur: Heilige Scheiße, wir haben uns da ein echtes Genie ins Boot geholt!“ So gelang es der Band, einen Sound zu kreieren, der zugleich unverwechselbar und absolut zeitlos klingt. JB: „Gewiss hat dieser Sound amerikanische Wurzeln; das liegt schlichtweg daran, dass wir alle so sehr auf diese Musiktradition stehen. Aber wir sind nun mal keine Puristen. Deshalb tauchen auch immer wieder Akkordfolgen und Melodien in den neuen Songs auf, die vollkommen europäisch klingen, was der Musik diesen ganz eigenen Twist gibt.“

Auch das verwundert nicht: Schließlich sind The Common Linnets eine Band, deren Mitglieder von zwei Kontinenten stammen. Die amerikanischen Sänger und Songwriter Matthew Crosby und Jake Etheridge kommen häufig nach Europa und verbringen in der Regel gleich mehrere Wochen auf dieser Seite des Ozeans. Anfang 2015 trafen sich alle vier Mitglieder der Band in Berlin, wo sie an jenen Songs arbeiteten, die schließlich den Kern von „II“ bilden sollten.

Stichwort Berlin. Dort ergab sich eine weitere ganz besondere Zusammenarbeit, denn die Common Linnets trafen in der Stadt an der Spree auf ihre Label-Kollegen von The Boss Hoss. Gemeinsam mit dem Septett um Boss Burns und Hoss Power gingen The Common Linnets ins Studio und nahmen eine Coverversion von „Jolene“, ursprünglich gesungen von Amerikas größtem Country-Star Dolly Parton, auf. Dieser Track ist auf dem neunten Studioalbum von The Boss Hoss „Dos Bros“ enthalten.

Auszeichnungen

Schon das Debütalbum der Common Linnets war in Holland das meistverkaufte Album des Jahres 2014. Und dann waren da ja noch die deutschen Fans, die The Common Linnets sofort in ihr Herz geschlossen hatten. Überall regnete es Edelmetall-Auszeichnungen (in Deutschland wurde das Album mit Gold ausgezeichnet – die Single „Calm after the Storm“ erreichte Platin-Status) und diverse andere Awards: Sie gewannen unter anderem den europäischen EBBA-Award (überreicht von Jools Holland) eine Reihe von holländischen Preisen und den begehrten Echo in der Kategorie „Newcomer International“. Zusätzlich waren sie in der Kategorie „Band Rock / Pop International“ für einen ECHO nominiert. Ausgestochen wurden sie hier von der britischen Über-Band Pink Floyd.

Unglaublich, wenn man bedenkt, dass The Common Linnets nur zwei Jahre zuvor ein bloßes Hirngespinst von Ilse waren: Ihre Idee lautete, mehr oder weniger anonym mit einer Band zusammenarbeiten und einfach ein Album mit gleichgesinnten Musikern aufzunehmen. Ganz unaufgeregt und abseits vom großen Musikzirkus. Doch die Sache mit Schattendasein ging nicht wirklich auf: Indem sie beim Eurovision Song Contest 2014 teilnahmen, wurden The Common Linnets schlagartig ins Rampenlicht katapultiert. Ihr Beitrag „Calm after the Storm“, für den es aus Deutschland die höchste Punktzahl gab, kam auf den zweiten Platz – und entpuppte sich daraufhin in sage und schreibe 14 europäischen Ländern als Nummer-1-Hit.

Plötzlich waren alle Augen auf Ilse & Co. gerichtet, und die Leute wollten mehr, sie wollten sie live sehen. Dabei war nicht mal ganz klar, wer The Common Linnets eigentlich sind: Die meisten Leute glaubten zunächst, es handle sich dabei um ein Duo. Der Entschluss, eine richtige Band und kein Duo sein zu wollen, fiel erst wenige Stunden vor dem Beginn ihrer Europatour. Keine leichte Aufgabe: Den Sound von zwei Leuten auf ein komplettes Band-Line-up zu übertragen – und parallel dazu die schillernde Glitzerwelt des großen Songcontests gegen düstere Rockclubs einzutauschen. Um das zu schaffen, schrieben sie sich folgendes Motto auf die Fahne: „Wir lassen uns einfach treiben und schauen mal, was daraus wird.“

„Der Eurovision Song Contest war fantastisch und wir haben dadurch viele Menschen erreicht“, meint Ilse rückblickend. „Wir waren ganz klar die Außenseiter. Diejenige Band, die aus der Reihe getanzt ist. Und wir hatten diesen schönen kleinen Song im Gepäck, der uns mal eben den zweiten Platz bescherte. Aber natürlich darf man nicht darauf zählen, dass danach alles wie von selbst passiert: Wir mussten uns hinsetzen und einfach weiterarbeiten an unseren Songs.“ Dem fügt JB hinzu: „Ja, der Song Contest hatte auf jeden Fall auch seine Kehrseite. Wir mussten danach beweisen, dass wir echte Musiker sind, wirklich spielen und eine komplette Show liefern können. Aber ich glaube, das ist uns gelungen. Schon wenig später waren wir ein eingespieltes Team auf der Bühne.“

Und wie geht es weiter? „Wir haben alle möglichen Ideen und Pläne, aber vieles davon ist noch unausgegoren“, meint Ilse abschließend. „Deutschland, wo wir gerade eine Tour mit Peter Maffay absolviert haben, ist sehr wichtig für uns. Aber schauen wir doch einfach mal, was als nächstes passiert. Am wichtigsten ist es, dass wir weiterhin zusammen Spaß haben – das ist eine Sache, an der wir auf jeden Fall festhalten werden. Was auch passiert, wir machen das zusammen, und schon deshalb könnte es nicht besser laufen für uns.“

Die Band

  • Ilse DeLange – Gesang
  • Jan – JB – Meijers – Gitarre
  • Matthew Crosby
  • Jake Etheridge – Gitarre, Mandoline

Website: www.thecommonlinnets.com

Micky & The Motorcars (USA)

Samstag, 24. Juni, 21.05 Uhr, Innenhofbühne

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Nach dreijähriger Veröffentlichungspause und einigen personellen Umbesetzungen präsentieren sich die Texaner Micky & The Motorcars auf ihrem 7. Album „Hearts from above“ in frischer Spiellaune, technisch auf gewohnt hohem Niveau und mit starken neuen Songs. Bandleader Micky Braun und sein Bruder Gary gelten mit ihrer Combo in der Familienhierarchie ja mitunter als so etwas wie die kleine Unterabteilung der höher dotierten Reckless Kelly (mit den älteren Brüdern Willy und Cody Braun). Aber es wäre schlicht ungerecht, daraus weniger Qualität oder gar fehlende Anerkennung in der Texamericana/Country Rock-Gemeinde abzuleiten. Im Gegenteil: Mit ihren dynamischen Shows und durchweg sehr souveränen Studioproduktionen begeistern Micky & The Motorcars seit Beginn des Jahrtausends nicht nur eingeschworenen Fans, sondern tragen ihre ganz spezielle Auslegung sogenannter Red Dirt Music in die Welt.

Micky & The Motorcars und Reckless Kelly gehören zum einflussreichen Braun Family Clan, der ursprünglich aus Idaho stammt, sich dann vor etwa 20 Jahren im Großraum Austin angesiedelt hat. Micky und Gary Braun haben ihre Motorcars zunächst etwas mehr „down home“ angelegt und sich mit größter Leidenschaft dem urtexanischen Country & Roadhouse Rock verschrieben. Sie sind eine typische Liveband. Nach einigen frühen Platten debütierte das Quintett in 2009 auf Blue Rose Records in Abstatt mit „Naive“ und machte im Zusammenspiel mit erstmaligen Europaauftritten auch international auf sich aufmerksam. Diesen Erfolg konnten sie in 2011 mit dem ausgezeichneten Studionachfolger „Raise my Glass“ zementieren.

Und nun steht nach ereignisreichen Zeiten endlich das neue Werk „Hearts from above“ bereit. Hart getroffen durch den tragischen Unfalltod ihres Bassisten Mark McCoy 2012, dazu mit Umbesetzungen auf den Positionen des Leadgitarristen und des Drummers, präsentieren die neu formierten Motorcars zwölf kapitale Tracks, die sie bereits seit längerem auch immer wieder live gespielt haben und die dementsprechend gut abgehangen klingen. Alle drei neuen Begleiter stammen aus Texas: Gitarrist Dustin Schaefer mit Hintergrund im Rock’n Roll und im Wissen um die legendäre Telecaster-Generation des Lone Star States, Bassist Joe Fladger, der schon in vielen lokalen Bands gespielt hat und als jüngster Neuzugang seit Januar 2013 Drummer Bobby Paugh, der den stetig treibenden, dosiert Druck ausübenden Backbeat verantwortet.

Unter erstmaliger Produktionsregie von Reckless Kelly-Boss Willy Braun sind die Fünf Anfang 2014 ins Studio gezogen und haben in nur kurzer Zeit ganze Arbeit geleistet. Neben den beiden älteren Kelly-Brüdern Willy & Cody Braun mit akustischer Gitarre, respektive Fiddle sowie Harmony Vocals, spielen auch etliche zusätzliche Musiker wie Marty Muse mit Pedal Steel, der alte Haudegen Jon Dee Graham an der Lap Steel, Bukka Allen an allem mit Tasten inkl. Akkordion und Brian Standefer am Cello nicht unerhebliche Gastrollen auf ausgesuchtenTracks. Insgesamt ist Hearts From Above sicher das bis dato hörbar professionellste Album der Motorcars geworden!

Die Band

  • Micky Braun – Gesang, Akustikgitarre
  • Gary Braun – E-Gitarre, Gesang
  • Josh Owen – E-Gitarre, Pedal Steel
  • Joe Fladger – Bass
  • Bobby Paugh – Schlagzeug

Website: www.mickyandthemotorcars.com

Saga (Kanada)

Samstag, 24. Juni, 22.50 Uhr, Schlossparkbühne

Noch eine Band, die nach bald 40 Jahren Songwriting und Auftritten Ende des Jahres die Gitarre an den Nagel hängen will. Wie schade. Bei uns habt Ihr die Chance, die Legende aus Kanada noch einmal zu sehen!

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Saga (Foto: Hans-Willi Carl) wurden 1977 in Kanada gegründet. Sie waren Mitbegründer eines neuen Sounds, der später als Progressive Rock eine große Fangemeinde fand und ihre Hits wie „Wind him up“, „On the loose“, „Humble stance“ oder „Don’t be late“ werden immer noch in Radiostationen überall auf der Welt gespielt. Saga verkauften bis dato über acht Millionen Tonträger. Die Band wurde von Bassist Jim Crichton, seinem Bruder Ian an der Gitarre und dem walisischem Sänger Michael Sadler gegründet.  Keyboarder Greg Chadd wurde 1980 von Jim „Daryl“ Gilmour ersetzt. Der langjährige Drummer Steve Negus verließ die Band krankheitsbedingt in den Neunziger Jahren, seit 2012 spielt der junge Kanadier Mike Thorne bei Saga. Michael Sadler ging 2007 nach der Geburt seines Sohnes, kehrte 2011 aber zurück, um der Band ihre einzigartige Stimme wiederzugeben.

Im Juli 1977 hatten die Musiker ihr Debüt-Album „Saga“ veröffentlicht, das in Kanada über einen Achtungserfolg nicht hinauskam, in Deutschland aber Gehör fand. Das nächstes Album folgte 1979 und trug den Namen „Images at twilight“, die Single „It’s time“ war der erste Hit der Band. Das dritte Album „Silent Knight“ kam 1980 heraus. Im gleichen Jahr tourten Saga das erste Mal mit der US Band Styx durch Europa. Diese Tour war der Einstieg in das große Live Business, es folgten Konzerte in den größten Hallen der europäischen Hauptstädte.

1981 veröffentlichten die Band ihr viertes Album mit dem Titel „Worlds apart“. Die Single „Wind him up“, ein Lied über einen zwanghaften Spieler, brachte sie schließlich in die Top 40 und auf Platz 22 in den kanadischen Charts. Mit der zweiten Single, „On the loose“, gelang Saga der Durchbruch in USA, wo der Song auf Platz 26 der Billboard Charts einstieg, und im April des Jahres 1983 veröffentlichten sie auch „Wind him up“ in Amerika, wo der Song Platz 64 erreichte. Ihr fünftes Album „Heads or Tales“ veröffentlichten sie Ende 1983. Die Auskopplung „The Flyer“ war sehr beliebt in Kanada und sicherte den Band den endgültigen Durchbruch in den USA. Eine weitere Single, „Scratching the surface“, erreichte Platz 45 der kanadischen Charts.

In Deutschland waren alle diese Alben und Singles bereits unter den Top 10. Das jüngste Werk von Saga heißt „Sagacity“ und wurde im April 2014 bei Edel, Earmusic veröffentlicht. Inzwischen sind Saga wieder in Europa auf Tour, und da die Musiker ihre Fanbase hier immer gepflegt haben, sind sie hier immer noch sehr erfolgreich.

Die Band

  • Michael Sadler – Gesang
  • Jim Gilmour – Keyboards
  • Jim Crichton – Bass
  • Ian Crichton – Gitarre
  • Mike Thorne – Schlagzeug

Website: www.sagaontour.ca